Nachruf Dr. rer. nat. Wolfgang Ludwig
Alle, die um seine schwere
Krankheit wussten, wünschten ihm von ganzem Herzen eine
Zeit ohne allzu großes Leiden. Es scheint, dass dieser
Wunsch in Erfüllung ging. Am 28. März 2004 fand Dr. rer.
nat. Wolfgang Ludwig zuhause in Sinzheim / Baden-Baden
bei seiner Frau Gisela Ludwig-Bärtels zur Ruhe.
Alle, die Dr. Ludwig kennen gelernt und intensiv mit ihm
zusammengearbeitet haben, alle, die engen freundschaftlichen
Kontakt mit ihm pflegten, sich seinen Rat und seine Hilfe
erbaten oder immer wieder den wissenschaftlichen
Erfahrungsaustausch suchten, werden ihn vermissen.
Das Leben eines Menschen lässt sich auf vielfältige Weise
beschreiben. Wohl wissend, dass auch die noch so genaueste
Beschreibung immer unvollständig sein wird, macht einen
Nachruf nicht einfacher. Was will man einem Menschen
nachrufen, was will man über ihn sagen, wenn man ihn mochte,
schätzte, liebte – und jetzt nicht mehr hat?
Selbstverständlich lässt sich ein Leben auch in einfachen
Zahlen festhalten. Geburt und Tod, den Stationen dazwischen
und das Ganze möglichst tabellarisch. Dr. Ludwig hat vor
einigen Jahren seine „Lebens-Stationen“ für die Zeitschrift
raum&zeit selbst einmal tabellarisch festgehalten:
1927 geboren in Bautzen
1947 Abitur in Bayreuth
1949-52 Mathematik-Studium (EDV) TH Darmstadt
1955-58 Physikstudium TU Berlin
1958-61 Studium der physikalischen Chemie Universität
Freiburg i. Br.
1960-61 Diplomarbeit bei Prof. Dr. Mecke: „Aufbau eines
Dipolmeters“
1961 Diplomphysiker-Prüfung
1964-67 medizinische Doktorarbeit Universität Freiburg i. Br.
„ Einfluss elektromagnetischer Signale auf das Nervensystem“
1967 Promotion magna cum laude Universität Freiburg i. Br.
1968-74 Entwicklungsarbeiten in der Pharmaindustrie
seit 74 Entwicklung medizinischer Therapiegeräte
1982-89 freie Beratertätigkeit auf dem Gebiet der
Naturheilkunde
seit 84 eigenes Spektroskopielabor
ab 1993 freiberufliche Beratertätigkeit
Wer den Lebenslauf aufmerksam liest, dem wird - trotz aller
tabellarischen Verkürzung - sehr schnell bewusst, dass es
sich um ein bewegtes und sehr erfülltes Wissenschaftler-Leben
handeln muss. Da die „Lebens-Stationen“ selbst so von Dr.
Ludwig zusammengestellt wurden, können wir annehmen, dass
diese Lebensdaten auch aus seiner Sicht Bedeutung haben.
Gleichwohl sagen sie letztlich sehr wenig aus über die Person
und die Persönlichkeit Dr. Ludwigs, sein Lebenswerk, das sich
hinter diesen „Stationen“ verbirgt, seine verschiedenen
Rollen, die er über die eigentliche Rolle des
Wissenschaftlers hinaus erfüllte. Dazu gehören, neben seiner
Rolle als Naturwissenschaftler die Rollen des Natur- und
Sozialphilosophen, des Humanisten und Aufklärers, des
Entwicklers, des universell Gebildeten, des stets
freundlichen, hilfsbereiten und höflichen Menschen. Der
Ludwig - der andere Menschen immer ernst genommen hat, der
immer an das Gute im Menschen glaubte - ein wahrer
Philanthrop.
Der tabellarische Lebenslauf sagt leider nichts über die
Kindheit und Jugend von Dr. Ludwig aus; über eine Jugend, die
gleichzeitig schwerste Kriegszeit bedeutet. Immerhin gibt es
aber in dieser Zeit eine Station, wohin der sehr junge Ludwig
aufgrund seiner schon damals besonderen Begabung und Neigung
auf dem Gebiet der Elektrotechnik abkommandiert wird. Als
Mitglied des Kurzwellen-Amateurverbandes Dresden kommt er zu
einem Technischen Kriegseinsatz an der TH Dresden, Institut
für Fernmeldeanlagen und technische Akustik, und arbeitet bis
zum Kriegsende am Bodensender der V2-Überwachung.
Eine Zeit, die sein weiteres Leben wohl mitgeprägt hat. Das
jedenfalls lässt sich aus persönlichen Gesprächen mit Dr.
Ludwig schließen. Aus Gesprächen, die sich in Ruhe während
längerer gemeinsamer Autofahrten (mit den dazugehörigen
Staus) nach Dresden oder Jena besonders gut führen ließen und
unvergessen bleiben. Der Zuhörer erfuhr darin vieles von und
vor allem über Dr. Ludwig – über seine Persönlichkeit eben.
Die Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften, die einen
erfolgreichen Wissenschaftler auszeichnen, zeigen sich
bereits in seiner Kindheit und Jugendzeit: Offenheit und
Neugierde, das Bewahren des Kindes im Manne, Freude am Spiel
und spielerische Freude an den spontanen und kreativen
Lösungen von Problemen. Dazu kommt die Eigenschaft, ein
gestecktes Ziel mit Beharrlichkeit, Geduld und Ausdauer zu
erreichen.
Die immerwährende Neugierde führte Dr. Ludwig zwangsläufig zu
einem sehr komplexen naturwissenschaftlichen Studium (mit den
entsprechenden formalen Abschlussqualifikationen), das im
Laufe seiner weiteren wissenschaftlichen Erkenntnisse in
grundsätzliche Natur- und sozial-philosophische Fragen
mündete. In einem seiner wichtigsten erkenntnistheoretischen
Beiträge - „Die erweiterte einheitliche Quantenfeldtheorie
von Burkhard Heim“ (1998) - finden wir einen Satz, der
gewissermaßen auf Dr. Ludwig und seine Leben selbst verweist
(Zitat): „Eine makroskopische Kausalität wird durch viele
Einzelereignisse erzeugt. Eine “Selbstorganisation“ entsteht
nur scheinbar. In Wirklichkeit geschieht die Steuerung aus
dem G4. Dieser zentrale Teil des R12 enthält eine
unermessliche Intelligenz. Viele Physiker sind durch die
Beschäftigung mit der mathematischen Physik zu Gott
gekommen“. (S.36)
Die wissenschaftliche Tätigkeit von Dr. Ludwig dokumentiert
sich in weit über 100 deutsch- und englischsprachigen
Fachartikeln. Er war ständiger Autor in zahlreichen
Fachzeitschriften und verfasste mehrere Bücher. Über zwei
Jahrzehnte hinweg war er auf zahlreichen nationalen und
internationalen Kongressen ein viel gefragter Referent, der
wirklich etwas zu sagen hatte. Führte er seine Zuhörer doch
im Laufe der Jahre immer mehr in eine neue Denkform über
Mensch und Welt, hin zur der Wechselwirkung von Mikro- und
Makrokosmos.
Die Bücher „SIT – System-Informations-Therapie“ (1994) und
"Informative Medizin" (1998) gehören sicher zu seinen
wichtigsten Publikationen. Ebenso sein letztes Buch „Wasser
und Homöopathie“ (erschienenen im Jahr 2002), das zum
weiteren biophysikalischen Verständnis der Homöopathie, der
Signal-Übertragung und -Speicherung entscheidend beiträgt.
Die drei exemplarisch genannten Werke geben einen guten
Einblick in das, was sich als das Lebenswerk von Dr. rer.
nat. Wolfgang Ludwig bezeichnen lässt.
Wollen wir das wissenschaftlich-praktische Lebenswerk von Dr.
Ludwig beschreiben, kommen wir an dem Begriff
"Paradigmenwechsel in der Medizin" nicht vorbei. Mit seinen
biophysikalischen Erkenntnissen, seinen umfangreichen
wissenschaftlich-praktischen Forschungsarbeiten hat er den
Weg von der klassischen Schulmedizin hin zu einer Medizin
vorgezeichnet und mitbestimmt, die dem Menschen möglichst
ohne Nebenwirkungen hilft.
Er konnte seinen Zuhörern und Lesern die Grenzen einer
konventionellen Physik mit ihrem „mechanistischen Weltbild“ –
wie kaum einer sonst – aufzeigen und erfuhr daher auch kaum
Widerspruch, wenn er in Publikationen, Vorträgen und auf
Seminaren H. PIETSCHMANN, einen Vertreter der Theoretischen
Physik, zitierte und gleichzeitig noch ergänzt: „Die
Schulmedizin erhebt den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit,
aber sie benutzt eine Wissenschaft des 19. Jahrhunderts. In
diesem Sinne ist es wirklich an der Zeit, dass sich die
Universitäten endlich dazu durchringen, ihr altes Denken aus
dem 19. Jahrhundert zu überwinden.“
Salopp lässt sich sagen: Für die weitere Entwicklung der
Ganzheits- oder Komplementärmedizin war Dr. Ludwig der
richtige Mann am richtigen Ort! Denn Dr. Ludwig gehört zu den
ganz, ganz wenigen Menschen, die das Werk von Burkhard Heim“
(in Folge mit W. DRÖSCHER) in seiner Ganzheit gelesen, in
seiner Tragweite erfasst und Schlüsse daraus gezogen haben.
Andreas Resch, in dessen Innsbrucker Verlag die Werke von
Heim u. Dröscher herausgeben werden, wusste sehr wohl um die
„Übersetzer-Verdienste“ von Dr. Ludwig. In seinem Vorwort zur
Schrift von Dr. Ludwig über „Die erweiterte einheitliche
Quantenfeldtheorie von Burkhard Heim“ schreibt er (Zitat):
„dass die Veröffentlichungen von Heim fast nur Fachexperten
verständlich sind und selbst von diesen besondere
Anstrengungen erfordern. Umso erfreulicher ist, dass einige
Experten sich die Mühe machen, den einen oder anderen Aspekt
der Heimschen Theorie in zusammenfassender Form darzulegen
…Dr. rer. nat. Wolfgang Ludwig hat sich seit vielen Jahren
mit der Heimschen Theorie auseinandergesetzt und dazu in
verschiedenen medizinischen Kongressbänden, Fachzeitschriften
und Büchern eine Kurzfassung veröffentlicht. Beim Vortrag
derselben auf Ärztekongressen zeigte sich großes Interesse,
zumal die Darlegung einen sehr griffigen Einblick in Heims
Theorie bietet. … Seine Ausführungen mit den Abbildungen
(ermöglichen) einem breiten Leserkreis einen sehr fundierten
und anschaulichen Einstieg in Grundzüge der Heimschen
Theorie. … Ich bin daher Dr. Ludwig sehr zu Dank
verpflichtet… geht es hier doch um eine neue Denkform von
Welt und Mensch …“
So ist es! Seine intellektuellen Voraussetzungen, verbunden
mit dem ihm eigen Willen und seiner ungeheuren
Beharrlichkeit, schwierigste Aufgaben zu lösen, lassen Dr.
Ludwig gewissermaßen zum „Übersetzer“ und
„Transmissionsriemen“ der Heimschen Theorie und damit zu
einem ganz wichtigen Wegbereiter von einer
Erfahrungsheilkunde hin zu den Grundlagen einer
wissenschaftlich begründeten Komplementärmedizin werden.
Conclusio: Ohne ihn hätte die Heimsche Theorie in der Medizin
nur schwerlich Fuß gefasst. Sie wäre nahezu unbekannt und
damit bedeutungslos geblieben.
Weiter: Ohne Ludwigs Vorträge, ohne seine zahlreichen
Aufsätze zu zentralen Themen und Begriffen der Heimschen
Theorie, wären viele Vortrags-Mediziner, die sich Themen wie
Bioresonanz, Magnetfeldtherapie, Homöopathie,
Informations-Speicherung oder -Übertragung auf die Fahnen
geschrieben haben, an wirklicher Erkenntnis sehr viel ärmer!
Gleiches gilt für den betreffenden Bereich der
Geräte-Entwicklung.
Sehr treffend beschreibt Prof. Popp in seinem Vorwort zum
Buch „Informativen Medizin“ die gesamte wissenschaftliche
Leistung von Dr. Ludwig (Zitat):
"Wolfgang Ludwig gehört zu den Physikern, die die
Komplementärmedizin in Deutschland wesentlich mitgeprägt
haben. Er trägt dazu bei, dass die deutsche Naturheilkunde
ihre immer noch führende Rolle in der Welt behaupten kann…
Auch wenn die Potentiale, die daraus erwachsen, hier in
Deutschland bisher kaum genutzt werden, sondern eher
unterdrückt werden, so bleiben doch die Leistungen und auch
die wichtigen Informationen, die die wachsenden Fortschritte
in anderen Nationen befruchten. Sie stimulieren zur
Nachahmung und zur weiteren Entwicklung der
zukunftsträchtigen Ansätze. Sie lösen weltweit Impulse für
eine neue Ära des Gesundheitsbewusstseins aus.“
Ein Blick auf die Websites verschiedener Herstellerfirmen
zeigt einerseits, dass Dr. Ludwig in seiner Funktion als
Biophysiker mittlerweile von einer Vielzahl von Herstellern
in Anspruch genommen wird, obgleich die Geräte in ihrer
Funktion und Wirkungsweise keineswegs mit den Ludwigschen
Qualitätsmerkmalen übereinstimmen. Dabei spielt es oftmals
keine Rolle, ob es sich um Hersteller von Magnetfeld-Matten
oder anderer „Informationsüberträger“ (z. B. für Wasser)
handelt.
Andererseits sind jene Hersteller sehr dünn gesät, die genau
wissen, welche grundlegenden Entwicklungsarbeiten Dr. Ludwig
konkret für welche Therapierichtungen geleistet hat, und dies
auch öffentlich zu erkennen geben und entsprechend würdigen.
Zumindest ein Hersteller und langjähriger Weggefährte von Dr.
LUDWIG, wie Dr. Köhler, Vorsitzende der
BIT-Ärzte-Gesellschaft und in diesem Kontext die Firma VEGA,
für die Dr. Ludwig viele Jahre als Berater und Referent tätig
war, würdigt auf der BIT-Homepage die Verdienste von Dr.
LUDWIG, was die biophysikalische Begründung und
gerätetechnische Entwicklung einer Therapierichtung
betreffen.
Dr. Ludwig war zeitlebens auf der Suche nach
„Wechselwirkungen“. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im
Rahmen seiner Dissertation führt er von 1963 bis 1968 groß
angelegte Messungen Europa-weit durch, wobei in Gegenden ohne
Umweltbelastungen (Insel Sylt, später auch Teneriffa) und in
Großstädten, Geländemessungen mit Registriergeräten über
Monate liefen. Rückblickend betrachtet war er bereits damals
auf der Suche nach Wahrheit im Mikro- und Makro-Kosmos.
Dr. Ludwig forschte sein Leben lang über „Wechselwirkungen“
in der Umwelt, zwischen Mensch und Umwelt, Sonne und Erde, im
biologischen System. Mit seinen Erkenntnissen über
„Wechselwirkungen“ – sei es in den „vier Seinsbereichen“,
zwischen „Chaos und Ordnung“, den „drei biologischen
Normalen“ oder der Tatsache, dass Wechselwirkungsquanten der
Materie übergeordnet sind – konnte er, sowohl Kriterien für
Gesundheit, die Entstehung und die Behandlung von Krankheiten
als auch Kriterien für die Entwicklung von biophysikalischen
Geräten ableiten.
Damit gehört Dr. Ludwig zu den wissenschaftlich ausgewiesenen
Biophysikern, die quantenphysikalische Erkenntnisse praktisch
nutzbar machten und zählt so zu den Wegbereitern eines neuen
Medizinverständnisses. Durch seine umfangreichen Forschungs-
und Entwicklungsaktivitäten hat er einen überragenden Beitrag
zum Paradigmenwechsel in der Medizin geleistet.
Marketingexperten haben die Aufgabe, Botschaften zu
formulieren. Diese Botschaften müssen für den Verbraucher
verständlich sein und in eine Handlungsanweisung münden. Die
Botschaft, die Dr. Ludwig seinen Lesern und Zuhörern immer
wieder brachte war klar und eindeutig: „Die alte Trennung
zwischen Geist und Körper, Subjekt und Objekt kann mit Hilfe
der Quantentheorie überwunden werden. Denn berücksichtigt man
nur die wägbare Materie, wie es die Biochemie und
Schulmedizin tun, so erfasst man nur einen Bruchteil der
Wirklichkeit. Erst unter Einbeziehung der Quantenfeldphysik
können gültige Aussagen gemacht werden.“
Zur weiteren Veranschaulichung bemühte Dr. Ludwig an diesem
Punkt Albert Einstein, Dieses eindrucksvolle Zitat bewirkte
bei vielen Zuhörern einen Aha-Effekt; zeigt es doch: Die
Mathematesierbarkeit von Leben hat Grenzen und es bleibt
immer ein metaphysischer Aspekt. Einstein: „Man kann eine
Symphonie von Beethoven nicht nur mathematisch als Variation
von Luftdruckschwankungen beschreiben. Die Symphonie ist
mehr, d.h. sie enthält metaphysische Elemente.“
So betrachtet war Dr. Ludwig ein begabter Marketing-Experte.
Man musste es selbst erlebt haben, wenn die Zuhörer nach
einem Vortrag zu Dr. Ludwig kamen und sich persönlich dafür
bedankten, dass sie nach diesen Ausführungen endlich zum
nötigen Verständnis gelangt waren.
Mit Hilfe seiner teilweisen legendären Schaubilder, die
mittlerweile tausendfach kopiert „kreisen“, hat es Dr. Ludwig
immer wieder verstanden hoch komplizierte mathematische
Theorien verständlicher zu machen. Dazu gehört ganz besonders
ein Schaubild, mit dem er Zuhörer und Leser die vier
Seinsschichten mit jeweils einer eigenen Logikstruktur und
einem hierarchischem Aufbau nahe brachte: Seinsschichten, die
untereinander „wechselwirken“. Und deshalb in jeder dieser
Seinsschichten Krankheit entstehen und behandelt werden kann.
Es gibt wenige Schaubilder, die in so komprimierter Form so
viel über den praktischen Nutzen der Quantenfeld-Theorie für
eine moderne, menschenwürdige Medizin aussagen.
Es ist sicherlich ungewöhnlich, dass ein Nachruf ein
Schaubild enthält. Aber was spricht dagegen? Immerhin würdigt
es in seiner Weise einmal mehr das Lebenswerk von Dr. Ludwig.
Es gehört zu ihm und hat viele Ärzte und Heilpraktiker in
ihrer weiteren ganzheitlichen diagnostischen und
therapeutischen Arbeit stark beeinflusst. In abstraktester
Form veranschaulicht diese Grafik seine lebenslange
wissenschaftliche Arbeit, die Erkenntnisse, die er im Laufe
seiner Forschungs- und Entwicklungstätigkeit gewinnen konnte.
Schließlich dokumentiert es, dass es ihm gelungen ist, die
Informations- und Regulationsmedizin auf eine exakte
wissenschaftliche Basis zu stellen. Das Schaubild
versinnbildlicht einen Großteil des Ludwigschen Lebenswerkes.
Damit hat Dr. Ludwig in beeindruckender Weise deutlich
gemacht, dass Leben nicht mit quantitativen und
mechanistischen Begriffen, nicht mit Kraft und Stoff, nicht
mit Physik und Chemie allein zu beschreiben oder gar zu
erklären ist. Leben ist und bleibt in seinen wesentlichsten
Eigenschaften metaphysisch, metachemisch, metamateriell,
metaenergetisch und metamechanistisch.
Gleichwohl steht die konventionelle Medizin mit ihrem
materialistischen Weltbild von Leben und Lebensprozessen
einer bioenergetischen Therapie, einer Bioinformativen
Therapie, einer Homöopathie oder Akupunktur immer noch
relativ verständnislos gegenüber. Das dürfte vor allem auch
darin begründet sein, dass es ihr im Rahmen ihres
materialistischen Weltbildes und dem damit verbundenen
Wissenschaftskonzeptes nicht gelingt (und nicht gelingen
kann) Erklärungen für die Wirkungsweise von Homöopathie,
Akupunktur oder Bioresonanz zu liefern. Stattdessen wird der
unauflösbare Widerspruch als „das Problem des Übergangs von
der Wissenschaft zur Esoterik, der Übergang von rationalem zu
irrationalem Herangehen“ definiert.
Versucht man dagegen, das Weltbild von Dr. Ludwig zu
beschreiben, dann trifft wohl am ehesten das Begriffspaar
„nachmaterialistisch“ und „holistisch“ zu. Sein
erkenntnisleitendes Interesse bestand im Lauf der Jahre
vermehrt darin, praktisch erprobte Formen der Natur- und
Ganzheitsmedizin auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen,
offene praktische Fragen von Naturheil-Ärzten und
Heilpraktikern einer wissenschaftlichen Erklärung zuzuführen.
Mit seinem unaufhörlichen Streben, die Ganzheitsmedizin auf
die Basis der Heimschen Quantenfeldtheorie zu stellen, hat
Ludwig einen unschätzbaren Beitrag dazu geleistet, dass die
Ganzheitsmedizin nicht zur Spielwiese für Esoteriker wurde.
Hier darf angemerkt werden, dass Wolfgang Ludwig nicht zu den
„Vortragskünstlern“ gehörte. Aber er hatte das, was vielen
„geschliffenen Rednern“ – zumal heute - vollkommen abgeht. Er
hatte Charisma. Er redete nicht über etwas, was er nicht
lebte, er schwatzte nicht über dies und morgen über das. Sein
Taktgeber war nicht der Zeitgeist; sondern sein Lebenswerk
bestimmte Inhalt und Form seiner Vorträge. Die Zuhörer
erkannten: Hier redet jemand, der etwas zu sagen hat und der
weiß, worüber er redet. Die Zuhörer spürten die Kompetenz des
Vortragenden und spürten dessen absolute Glaubwürdigkeit.
Keine Frage war ihm lästig, alles wurde ernst genommen und
gewissenhaft beantwortet.
Dr. Wolfgang Ludwig war Forscher und Aufklärender zugleich.
Was er in dieser Hinsicht geleistet hat, werden jene merken,
die sich nun - ohne seine Vermittlung - durch die Heimsche
Theorie arbeiten müssen! Dass im übrigen andere seine
Gedanken und Erkenntnisse als die eigenen ausgaben und
weiterhin ausgeben, störte ihn wenig. Zumindest ließ er es
sich nicht anmerken. Da glich er anderen großen Denkern. Er
war, was seine wissenschaftlichen Erkenntnisse anbelangte,
selbstlos und bescheiden. Zu bescheiden, zu selbstlos würde
seine Frau Gisela Ludwig-Bärtels anmerken. Aber ändern hat
sie ihn nicht können. Zum Glück! Denn Bescheidenheit und
Selbstlosigkeit gehören zur Grundüberzeugung großer Menschen
und sind nicht Ausdruck von Mangel an sozialer Kompetenz, wie
das heute gelegentlich gesehen wird.
Dr. Ludwig, der Naturwissenschaftler, der Naturphilosoph, der
Sozialphilosoph, ein wirklich allseits Gebildeter. Er war
nicht nur humanistisch gebildet - Dr. Ludwig war auch ein
überzeugter Humanist! Und das in einer Zeit und Gesellschaft,
deren Beständigkeit und Verlässigkeit einzig in der
permanenten Umwertung aller Werte besteht; wo Nehmen seliger
denn Geben ist, wo mehr Schein als Sein gilt und wo
Bescheidenheit und ein hohes Maß an Selbstlosigkeit eher als
ein Mangel an sozialer Kompetenz gewertet werden.
Dr. Ludwig war nicht nur humanistisch gebildet, er war durch
und durch Humanist! Goethes Farbenlehre kannte er nicht
deswegen, weil sie in seine Überlegungen zur Farbtherapie
passten. Er hat die großen deutschen Dichter und Denker
ebenso gelesen und studiert, wie die griechischen
Naturphilosophen und die englischen Naturwissenschaftler. Er
befasste sich mit den Schriften der deutschen Aufklärer
Emanuel Kant oder Nicolai Hartmann und hatte ungeheures
Vergnügen am hintergründen und feinsinnigen Humor des Wilhelm
Busch. Deshalb ist es gestattet, den Vierzeiler noch einmal
aufzunehmen, den Ludwig selbst zitiert hat und symptomatisch
ist für sein Lebenswerk:
Wer anderen etwas vorgedacht
Wird jahrelang erst ausgelacht.
Begreift man die Entdeckung endlich,
so nennt sie jeder selbstverständlich.
W. Busch
Die AMS GmbH und das Institut für Biophysik,
Tauberbischofsheim, werden im Sinne von Dr. Wolfgang Ludwig
weiter arbeiten und forschen. Sein Verständnis von Medizin,
die „wechselwirkt“ zwischen Mensch und Natur und sich im
Dienste einer Schöpfung von Mensch und Tier begreift, wird
für uns weiterhin leitend sein.
Alle, die Dr. Ludwig auf ihrer Suche nach Wahrheit kennen
gelernt haben und all jene, die aus seinem Lebenswerk
wichtige theoretische und handlungsleitende Erkenntnisse für
sich und ihre Patienten gewinnen konnten, werden mit ihm im
Geiste verbunden bleiben. Und sie wissen, dass dieses „im
Geiste verbunden sein“ mehr bedeutet, als nur ein Wortspiel
am Ende eines Nachrufs. Wie sagte doch Dr. Ludwig (Zitat):
„Die Behauptung mancher Wissenschaftler über ein
unverstandenes Gebiet – “das gibt es nicht“ – ist völlig
unwissenschaftlich. Man kann allenfalls sagen “ich weiß
nichts darüber“.
Für die AMS GmbH, Tauberbischofsheim, im April 2004
Dr. Frank Beck, Peter Holz