Energy Medicine und Systemtheorie (II)
Der Körper als System – neue Theorien als Basis
energiemedizinischer Praxis
von H. Treugut
Energiemedizinische Interventionen erfolgen entsprechend
den hierarchisch strukturierten Regulationsebenen des
Organismus, also systemkonform. Damit ist eine Ausweitung des
therapeutischen Spektrums in den energetischen,
informatorischen und psychischen Bereich möglich. Resultat
ist eine Zukunftsmedizin mit neuen Dimensionen von
Heilungsmöglichkeiten und großen Entwicklungsmöglichkeiten
für den ganzen Medizinbetrieb.

Neue Wissenschaftstheorien wie zum
Beispiel die Chaos-, Quanten- Skalarwellen- und
Biophotonentheorie und Global Scaling haben das alte
Paradigma des Biomedizinischen Modells abgelöst und
durch das neue des Integralen Medizinmodells ersetzt.
Aus dieser Vereinigung der neuen Wissenschaftstheorien
mit den aktuellen technologischen Möglichkeiten musste
zwangsläufig eine neue Art von Medizingeräten
hervorgehen. Aus dieser Tatsache könnte auch geschlossen
werden, dass die konventionelle Medizin nun über bisher
nicht bekannte Hilfsmittel verfügt und auf diese Weise
ihre Effizienz weiter verbessert, also konventionelle
(alte) Medizin mit neuen (energiemedizinischen) Methoden
betreibt.
Dies ist zweifellos eine Möglichkeit, Energy Medicine
anzuwenden, die jedoch nur in geringem Umfang wahrgenommen
wird. Es gibt energiemedizinische Therapieverfahren wie z.B.
die Magnetfeldtherapie oder galvanische Ströme, die bei der
Schmerzbekämpfung durchaus sinnvoll neben den herkömmlichen
Verfahren eingesetzt werden. Somit stellen sie bereits in
dieser Form eine Erweiterung des medizinischen Arsenals dar.
Weit bedeutungsvoller ist jedoch das oben erwähnte Phänomen,
dass nämlich neue Werkzeuge eine Eigendynamik aufweisen, d.h.
Implikationen entwickeln, deren Konsequenzen weit über den
bisherigen Erkenntnisrahmen hinausgehen und diesen
möglicherweise sprengen.
Vertikale Differenzierung ist
notwendig
Genau dies ist der Fall bei Energy Medicine. Bereits die
Betrachtung einer einzigen Art von energiemedizinischen
Diagnoseverfahren, der Meridiandiagnostik, führt aus der
konventionellen Medizin heraus: Auf einem Hautareal
(materieller Körper) wird ein elektrischer Widerstandswert
gemessen (Elektrizität), dessen Höhe vom Zustand des
Meridiansystems abhängt (offenbar feinstoffliche Struktur)
und von der Interaktion des Bewusstseins von Untersucher und
Patienten, also vom Bewusstsein. Es ist offensichtlich, dass
diese komplexen Zusammenhänge mit den Annahmen des
Biomedizinischen Modells nicht zu erklären sind. Die
Phänomene können nicht nebeneinander gesehen werden, sondern
machen zwingend eine sinnvolle vertikale Differenzierung,
also die Einordnung in unterschiedliche Ebenen erforderlich.
Der erfolgreiche Einsatz z.B. von Hochfrequenzströmen,
Softlasern und mind machines kann nicht nur auf einer
Wirkebene stattfinden, sondern kommt ohne eine Annahme von
unterschiedlichen Ebenen nicht aus. Diese Erkenntnis, d.h.
die Auffächerung der Phänomene, ihre ebenengemäße Zuordnung
und der für die Medizin völlig ungewohnte Umgang mit
verschiedenen Ebenen weist uns den Weg zu der Wissenschaft,
die damit umzugehen pflegt: zur Systemtheorie.
Es besteht wohl kein Zweifel daran, dass der Organismus als
System zu betrachten ist und somit systemtheoretischen
Gesetzen gehorcht. Der uns hier betreffende Teil einer
relevanten Systemtheorie besagt nun Folgendes: Man kennt bei
Systemen verschiedene Ebenen, die als Mikro- und Makroebene,
als System und als Ensemble von Systemen mit Beziehungen
untereinander bezeichnet werden. Am präzisesten erscheint der
von Arthur Koestler geprägte Begriff des Holons.
Ein Holon ist eine Einheit, die sich aus Untereinheiten
zusammensetzt, selbst aber wieder Teil einer Übereinheit ist,
die wiederum Teil einer noch höheren Einheit oder Ebene im
Sinne einer übergeordneten Ganzheit sein kann usw. Es besteht
somit eine Hierarchie von Ebenen untereinander, wobei die
höheren Ebenen jeweils durch übergeordnete Systemfunktionen
und zunehmende Ganzheit ausgezeichnet sind.
Bei den Ebenen, von denen wir hier sprechen, handelt es sich
um Regulations- bzw. Steuerungsebenen. Eine Regulationsebene
liegt dann vor, wenn die Prozesse sich auf derselben Ebene in
wechselseitiger, z.B. kybernetischer Abhängigkeit
einregulieren. Dieselbe Ebene kann jedoch gleichzeitig in
Bezug auf die hierarchisch darunter liegende Ebene dann als
Steuerungsebene bezeichnet werden, wenn ihr Output als
übergeordnetes Steuerungssignal, sozusagen „mit
Weisungsbefugnis“, in die darunter liegende Ebene eingreift.
Auf ein grundsätzliches Kriterium zur Ermittlung der
Ebenenhierarchie – die durchaus nicht immer eindeutig ist –
weist Ken Wilber hin: Bei Störung einer bestimmten Ebene sind
alle höheren Ebenen gestört, nicht jedoch die niedrigeren.
Wir müssen also erkennen, dass wir von zwei Seiten her, also
sowohl aus der Theorie des Systemverhaltens wie aus der
Praxis der Energy Medicine auf das gleiche elementare
Strukturprinzip des Systems „menschlicher Organismus“ stoßen:
auf die hierarchisch angeordneten Regulationsebenen. Nun gibt
es bereits einige so genannte medizinische Ebenenmodelle;
diese unterscheiden sich zwar aufgrund der jeweiligen
Positionierung ihrer Vertreter innerhalb der
Komplementärmedizin, weisen jedoch zentrale Gemeinsamkeiten
auf. Ohne hier auf die einzelnen Modelle eingehen zu wollen,
erscheint aus pragmatischen Gründen speziell für die Energy
Medicine das multidimensionale Modell des Organismus von
Marco Bischof als besonders geeignet 0.
Multidimensionales Modell des
Organismus nach M. Bischof [4]
1. Physischer Körper (solid-physikalisch)
2. Elektromagnetischer Feld-Körper (Bioenergetische Felder)
3. Nicht elektromagnetischer Feld-Körper
(Bio-Informationsfelder)
4. Empfindungskörper/Somatisches
Unbewusstes/Mentalkörper/Traumkörper
5. Selbst (Tiefster Kern der Person, Seele, Geist)
Ein bekanntes, strukturell gleiches
Ebenenmodell ist das von Dietrich Klinghardt, das sich
auf die „Fünfkörperlehre“ des Jahrtausende alten
Tantra-Yoga bezieht und gegenüber dem hier vorgestellten
Modell im Feinstofflichen und Mentalen etwas andere
Ebenen definiert 0. Dieses Ebenenmodell ermöglicht es
uns, die vielfach verwirrenden Phänomene der Energy
Medicine als Folge der Multidimensionalität des
Organismus zu erkennen und zu ordnen bzw. zuzuordnen.
Nun gilt es, auf der Basis dieser Zuordnung die Methoden
der Energy Medicine sinnvoll zu Heilungszwecken
einzusetzen.
Dies geschieht, indem man sich zunächst mittels der jeweils
ebenenspezifischen Diagnosegeräte einen diagnostischen
Überblick über die Ebenen verschafft und im Falle einer
Störung mit einer ebenenspezifischen Therapie diese Ebenen
wieder zu korrigieren versucht. Dieses Vorgehen ist
Voraussetzung einer echten Heilung, die dann im Gegensatz zu
allen von außen kommenden Reparatur- oder
Kompensationsmaßnahmen nur vom Organismus selbst vollzogen
werden kann.
Dass dieser einfache, aber in der Umsetzung schwierige Ansatz
der Realität entspricht, zeigt die Empirie der alltäglichen
energiemedizinischen Praxis. Je konsequenter nämlich dieser
Heilansatz verfolgt wird, umso sicherer sind die
therapeutischen Erfolge. Es ist geradezu ein Kennzeichen
erfolgreicher Energiemediziner, in dieser Weise
multidimensional zu arbeiten. Die Bestätigung des Prinzips
kann auch vom anderen Ende her erfolgen: Untersucht man eine
gesunde Person, so stellt man die Funktionsfähigkeit der
Ebenen fest.
Im Grunde haben wir hier einen weiteren Vorgang, bei dem
verschiedene einzelne Funktionssysteme des Organismus sich zu
etwas Größerem, einer übergeordneten Funktion, etwas
Ganzheitlichem zusammenschließen, das mehr darstellt als die
Summe der Einzelfunktionen. Gesundheit mit seinen
Nebenaspekten wie Wachstum, Reife und Fortpflanzung ist somit
ebenfalls als emergentes Phänomen zu betrachten. Übrigens ist
dies keinesfalls an höhere Lebewesen gebunden. So entdeckte
beispielsweise der deutsche Chemiker Justus von Liebig Mitte
des 19. Jahrhunderts, dass Pflanzen nur dann wuchsen, wenn
die vier wichtigsten Nahrungsfaktoren in ausreichender Menge
zur Verfügung standen. Dann allerdings wuchs und entwickelte
sich die Pflanze optimal und ohne jedes weitere Zutun. Fehlte
jedoch nur ein Faktur, der so genannte Minimumfaktor, so
hörte die Entwicklung auch dann auf, wenn alle anderen
Faktoren überreichlich vorhanden waren.
Korrektur „von oben her“
Beim weiteren Verfolgen dieses Prinzips stoßen wir auf eine
Überlegung, die sich aus der Holonstruktur der
Regulationsebenen ergibt. Diese besagt ja, dass die jeweils
höhere Ebene, das höhere Holon, die niedrigere Ebene
kontrolliert. Demzufolge ist die höchste Ebene in unserem
Ebenenmodell, also das Selbst, die Ebene des Seelenkerns, des
Bewusstseins, diejenige Ebene, die alle darunter liegenden
kontrolliert. Es böte sich also an, von vornherein die
therapeutischen Bemühungen ausschließlich auf die höchste
Ebene zu konzentrieren – in der Erwartung, somit von oben her
eine Korrektur des gestörten Gesamtsystems zu veranlassen und
auf die Korrektur der unteren, nachgeordneten Ebenen zu
verzichten.
Diese Überlegung ist nicht nur aus systemtheoretischen
Gründen richtig, sondern scheint sich auch in der Praxis zu
bestätigen. Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen
Patienten mit schweren, oft als unheilbar geltenden
Erkrankungen nach einer Art „mentaler Umstellung“ vollständig
gesunden. Diese Umstellung kann offenbar auf verschiedenen
Wegen erfolgen, sei es mit Hilfe eines Therapeuten, durch
eine Systemaufstellung nach Bert Hellinger, oder auch durch
einen selbst induzierten psychischen Prozess. Weiterhin ist
bekannt, dass es in allen Kulturen Traditionen von sehr
erfolgreichen mentalen Heilsystemen gibt, beispielsweise im
Schamanismus oder den diversen Zweigen des spiritual healing
der Gegenwart.
In jedem Fall aber handelt sich um ein Geschehen, das auf der
höchsten Regulationsebene (hier wohl mit Recht als
Steuerungsebene zu bezeichnen) abläuft, auf der Energy
Medicine nicht apparativ, sondern lediglich mit den Aspekten
der Bewusstseinsmedizin zur Heilung beitragen kann. Wenn
durch Korrektur auf dieser obersten Ebene derartige
Heilungspotenziale freigesetzt werden können, so die
Überlegung, warum konzentriert man sich dann nicht
ausschließlich auf diese Ebenen, warum sollte man dann
multidimensional vorgehen?
Weitergehende Überlegungen unterstützen jedoch den
multidimensionalen Therapieansatz: Erfolgreiche
Interventionen sind auf der obersten Ebene sehr schwierig,
verlangen spezielle Fähigkeiten des Therapeuten und
Voraussetzungen vonseiten des Patienten. Der Erfolg erscheint
daher in den allermeisten Fällen fraglich; Heilungsberichte
dieser Art zählen bekanntlich zur den Raritäten. Andererseits
bestätigt die energiemedizinische Erfahrung, dass der
hierarchisch von oben nach unten verlaufende Heilungsimpuls
vom Organismus dann viel leichter umgesetzt werden kann, wenn
die untergeordneten Ebenen konsequent und zeitgleich
ebenfalls korrigiert werden.
Der multidimensionale Wirkansatz ist es auch, der Energy
Medicine als natürliche Ergänzung und Partner der
konventionellen Medizin legitimiert. Letztere hat im Laufe
der letzten Jahrzehnte ein äußerst umfangreiches und zum Teil
beeindruckend erfolgreiches therapeutisches Arsenal aufgebaut
und ist dabei, durch Umstellung auf minimal-invasive
Verfahren jeglicher Art zumindest die mechanisch-somatische
Belastung der Patienten zu verringern, leider im Gegensatz
zur steigenden biochemischen medikamentösen Belastung. Man
muss sich allerdings darüber klar sein, dass damit vor allem
strukturelle Verbesserungen auf der Ebene des physischen
Körpers erzielt werden, sieht man von der viel kleineren
Szene der psychotherapeutischen und psychiatrischen
Therapiemöglichkeiten ab.
Die darüber liegenden Ebenen werden von der konventionellen
Medizin nicht erreicht und sind ihr – wie z.B. die Ebene der
Bioinfomationsfelder – auch gar nicht bekannt.
Das Einsatzspektrum energiemedizinischer Verfahren ist
weitaus breiter und ergänzt in idealer Weise die
konventionellen medizinischen Aktivitäten auf der
Körperebene. Weiterhin sind die Verfahren der Energiemedizin
einfacher, sanfter und nicht invasiv. Dazu ein Beispiel:
Durch den minimal-invasiven Eingriff einer CT-kontrollierten
Sympathikolyse kann in ca. der Hälfte der Fälle bei schwerer
Peripherer Arterieller Verschlusskrankheit im Stadium IV eine
Unterschenkelamputation zeitweilig verhindert werden. Den
gleichen oder besseren Effekt erzielt man wesentlich sanfter
durch den Einsatz eines energiemedizinischen Gerätes, das
eine Kombination von Magnetfeld, Infrarot- und Laserstrahlung
emittiert. Auf höheren Regulationsebenen sind Erfolge durch
homöopathische Behandlungen z.B. mittels Secale cornutum oder
mit Hilfe eines Heilers möglich.
Mit steigender Höhe der korrigierten Regulationsebenen wird
die Intervention also sanfter und (zumindest grundsätzlich)
billiger.
Dies ist ein weiterer Vorteil: Energy Medicine ist keine
Medizin, bei der für Therapeuten oder zuliefernde Industrie
Vermögen zu verdienen sind. Der wesentlich geringere
technische Aufwand rechtfertigt keine exzessive Vergütung und
macht diese Medizin auch dann noch bezahlbar, wenn keine
Erstattung durch Krankenkassen erfolgt. Dies gilt nicht nur
für den einzelnen Patienten, sondern für unser ganzes
Gesundheitswesen.
Es ist ein Merkmal unserer Zeit, dass nicht die besten
Lösungen für die Probleme angestrebt werden, sondern dass man
schlechte Lösungen zu optimieren versucht. Von fast allen
Seiten betrachtet ist das westliche wissenschaftsorientierte
Gesundheitswesen eine unbefriedigende Lösung, deren
gegenwärtige Optimierung wohl marginale Verbesserungen und
Kosteneinsparungen bewirken kann. Die wirkliche Lösung des
Problems ist es aber, der Bevölkerung nicht nur der
finanzkräftigen Staaten wirkungsvolle und bezahlbare Hilfe zu
bringen, ohne die Volkswirtschaft zu schwächen. Die
finanzielle Entlastung eines Gesundheitssystems durch den
Einsatz von Energy Medicine, wie es z.B. in Russland seit
über dreißig Jahren praktiziert wird, ist ein Argument, dem
man sich nicht auf Dauer verschließen kann. Möglicherweise
werden es die Budgetzwänge und auch der Druck seitens der
Patienten sein, die über alle Hürden hinweg auch unser
Gesundheitswesen für Energy Medicine öffnen.
Zusammenfassend muss man feststellen, dass sich
erstaunlicherweise von zwei Seiten her ein theoretisches
Grundgerüst der energiemedizinischen Praxis herausgebildet
hat: Die im Teil 1 dieses Beitrags (KiM 7/07) genannten neuen
Wissenschaftsbereiche sind Lieferanten von Einzelkomponenten,
von neuen medizinischen Werkzeugen, die im Rahmen des neuen,
systemkonformen Therapiekonzeptes ihrem Platz gemäß
eingesetzt werden. Die Wirkebene einer energiemedizinischen
Intervention oder eines Gerätes muss mit der zu
korrigierenden Regulationsebene übereinstimmen.
Aus sich selbst heraus hat diese neue Medizinsparte ihre
eigene Ideologie entwickelt; Theorie und Praxis sind auf den
gleichen zentralen Punkt gestoßen: auf die Systemeigenschaft
des Organismus. Damit wird erneut demonstriert, wie neue
Werkzeuge die daran hängende Wissenschaft umzukrempeln
vermögen.
Wie geht es weiter ?
Wenn bei einem Funktionskreis Endprodukte oder Resultate
erneut in den Funktionskreis eingespeist werden, spricht man
von einer positiven Rückkopplung. Positive Rückkopplung führt
zu Wachstum und Entwicklung, die in ihrer Extremform
ungebremst und zerstörerisch zum Zusammenbruch führen können,
zum Teufelskreis, zur Resonanzkatastrophe wie beim Pfeifen
von rückgekoppelten Lautsprechern oder einer atomaren
Kettenreaktion.
Für die Wissenschaft ist die positive Rückkopplung eine
Selbstverständlichkeit: Sie wächst nicht nur durch die neuen
Forschungsergebnisse selbst, sondern diese wirken
gleichzeitig zurück, zum Beispiel auf die Art der Forschung,
die Anwendung von Messverfahren oder die Nutzung ihrer
Ergebnisse. Resonanzkatastrophen sind zumindest derzeit in
der Wissenschaft nicht zu befürchten, da zwei Hauptfaktoren
gegensteuern: das von Thomas Kuhn beschriebene
systemimmanente Beharrungsverhalten der orthodoxen
Wissenschaftler und die Begrenztheit der finanziellen Mittel.
Durch diese Kombination entsteht eine Bremswirkung, die,
ähnlich dem Absenken der Graphitstäbe in einem Kernreaktor,
alle Entwicklungen bis hin zum Stillstand ausbremsen kann.
In der Medizin liegt nun, wie auch in anderen Wissenschaften
vor einem Phasenübergang oder einem Paradigmenwechsel, das
typische Spannungsverhältnis zwischen der etablierten und der
neuen Wissenschaft vor. So platzt der offizielle
konventionelle Medizinbetrieb aus allen Nähten und die
Informationsflut wird unüberschaubar, denn aufgrund seiner
positiven Rückkopplung wächst dieser Medizinbereich in sich
und durch sich selbst. Es ist ein Wachstum, das allen
Volkswirtschaften der Industrieländer bekanntermaßen
zunehmende Probleme bereitet und das sich offenbar
unaufhaltsam in die Finanzplanung des Staates wie auch der
einzelnen Bürger hineinfrisst.
Völlig anders sieht es im Bereich der Komplementärmedizin
aus, von der noch nicht wahrgenommenen Energy Medicine ganz
zu schweigen. Universitäre Forschung und Lehre finden, sofern
überhaupt vorhanden, auf niedrigstem Niveau statt und die
Budgets sind vernachlässigbar klein. Noch schwerer wiegt,
dass die Beschäftigung mit dieser anderen Medizin allen
Beteiligten ausgetrieben wird: den Forschern und den
anwendenden Ärzten durch Repression und
Vergütungsverweigerung, den Patienten durch zunehmende
Trockenlegung einer noch vor kurzem durchaus ergiebigen
Heilmittelszene.
Während sich der offizielle Medizinbetrieb also im
Steilbereich einer Exponentialkurve mit weiter wachsendem
Anstieg befindet, stagniert die Komplementärmedizin durch
zunehmend straffer angezogene Gegenkopplung nicht nur auf dem
gegenwärtigen Stand, sondern muss darum kämpfen, nicht noch
weiter heruntergeschraubt zur werden. Das Ergebnis dieser
unnatürlichen Situation innerhalb der Medizin ist zunehmende
Spannung; der weitere Verlauf ist von unterschiedlichen
Faktoren abhängig. Kommt es zu einer Zerreißsituation?
Werden die Patienten, bisher nur duldend und zahlend, dem
Ausverkauf ihrer Interessen weiterhin zuschauen? Erfolgt der
öffentlich noch nicht wahrgenommene, aber de facto längst
eingetretene finanzielle Kollaps der konventionellen Medizin
von selbst, während die Komplementärmedizin und damit auch
die Energy Medicine als neue Form einer „Barfußmedizin“ oder
„Hungerkünstlerdisziplin“ vielleicht bessere
Überlebenschancen haben? Erfasst der Paradigmenwechsel mit
einer Verzögerung von nahezu einem Saeculum gegenüber der
Physik nun doch die Medizin und lässt sie umschwenken?
Nicht ohne Grund hat der orthodoxe Medizinbetrieb
erfolgreiche Forscher im Umfeld der Energy Medicine mit allen
zur Verfügung stehenden Mitteln bis hin zur sozialen, ja
sogar physischen Vernichtung bekämpft. Zu ihnen gehören
George Lakhovsky, Roy Rife und Wilhelm Reich in den USA und
Jaques Benveniste in Frankreich; nicht umsonst bedeutet auch
heute noch für Ärzte in manchen Ländern der westlichen Welt
die Ausübung von Energy Medicine das berufliche Ende.
Der Grund ist offensichtlich: Eine erfolgreiche Medizin wie
die Energy Medicine, die ohne großpharmakologischen oder
großtechnischen Aufwand auskommt, stellt eine existenzielle
Bedrohung dar für den ganzen orthodoxen Medizinbetrieb und
alles, was noch daran hängt. Dass es sich hier um eine
Zukunftsmedizin mit neuen Dimensionen von
Heilungsmöglichkeiten für die Patienten und potenziell
unabsehbaren Entwicklungsmöglichkeiten für den ganzen
Medizinbetrieb handelt, ist bisher noch nicht bemerkt worden.
Priv. Doz. Dr. Hendrik Treugut
Facharzt für Radiologie
Präsident der Dt. Gesellschaft für Energetische und
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