Energy Medicine – eine Standortbestimmung
(I)
Die Biophysik und deren Grenzwissenschaften bilden die
wissenschaftliche Basis
von H.
Treugut
Die Bedeutung des Zusammenhangs von Energie und Medizin
wurde bisher in der konventionellen Medizin kaum
wahrgenommen. Energetische und Informationsmedizin (energy
medicine) tritt jedoch jetzt als neue eigene Medizinsparte
mit hohem Entwicklungspotenzial weltweit in die
Öffentlichkeit. Sie ist entstanden aus der Verbindung von
altem Heilwissen, neuen Wissenschaftstheorien und
High-tech-Verfahren.
Wissenschaftsdisziplinen entwickeln sich stets von
verschiedenen Seiten her: Zunächst gibt es da den aktuellen
Stand einer Wissenschaft, die durch fortschreitende
Entwicklung aus sich selbst heraus ihre Möglichkeiten
zunehmend erweitert und Neuland erobert. Treten nun andere,
oft völlig unterschiedliche Disziplinen mit ihr in
Verbindung, so resultiert ein Zusammenschluss, der über eine
reine Addition der jeweiligen Möglichkeiten weit hinausgeht.
Er erscheint eher als eine Art „chemische Reaktion“ und
bringt den Beteiligten neue und wesentliche Erweiterungen.
Als bekanntes Beispiel sei die Entwicklung der Astronomie
genannt, die erst durch das Zusammengehen mit der Physik –
genauer: der Optik in Form der Erfindung des Teleskops – neue
Informationen über die beobachteten Himmelskörper selbst
lieferte und darüber hinaus in der Folge gleich die ganze
Astronomie umkrempelte. Neue Werkzeuge schaffen oft nicht nur
neue Möglichkeiten, sondern neue Welten – zumindest die
äußere Form des Universums konnte seit damals als neue Welt
entdeckt werden.
Die Entstehung der Energy
Medicine
Ein weiteres Beispiel in der Wissenschaftsgeschichte für das
Entstehen von etwas Neuem und Größerem aus der Kombination
unterschiedlicher Partner niederer Qualitäten – ein Vorgang,
der als Emergenz bezeichnet wird – ist z.B. die Entwicklung
der modernen Naturwissenschaften aus der Vereinigung von
alten mythisch und mystisch geprägten Vorstellungen mit
eigenen Beobachtungen und vor allem mit der Mathematik.
Selbstverständlich finden wir das Phänomen der
wissenschaftlichen Emergenz auch in der Medizin. Hier war und
ist es vor allem die Chemie, die in den letzten zwei
Jahrhunderten einerseits der Medizin gewaltige Möglichkeiten
eröffnet hat, sie andererseits aber kontraproduktiv knebelt.
So gelang es wirtschaftlichen Interessengruppen, politisch
durchzusetzen, dass Medizin vorwiegend in biochemischen
Begriffen definiert wird. Damit wurden der Reichtum und die
Tiefe aktueller und früherer Medizinsysteme ausschließlich
auf die Ebene der Biochemie heruntergebrochen und dieses
„flatland“ als offizielle Wissenschaftsmedizin
institutionalisiert. Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit, ist
damit hier eine bedrohliche gesellschaftliche Belastung
entstanden.
Ebenfalls wenig bemerkt, da außerhalb der offiziellen
Institutionen, sind nun in den letzten Jahrzehnten
verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und
Wissenschaftstheorien mit der Medizin in Verbindung getreten;
dabei hat sich ein völlig neues Medizinsystem herausgebildet:
die Energy Medicine.
Problematische
Terminologie
Die Terminologie der Komplementärmedizin ist leider
problematisch: Halbwegs zutreffende Bezeichnungen sind nicht
populär, populäre Bezeichnungen sind unzutreffend. So muss
die Bezeichnung Energy Medicine als ein Sammelbegriff
verstanden werden, der im angelsächsischen Sprachraum
verschiedene, ähnlich gelagerte Bezeichnungen integriert, die
im deutschen Sprachraum so unterschiedliche Begriffe wie
Energiemedizin, Energetische Medizin, Schwingungsmedizin,
Informationsmedizin, mittlerweile aber auch
Bewusstseinsmedizin und Quantenmedizin umfassen. [5]
Was hier miteinander in Reaktion trat, waren einerseits neue
technische Entwicklungen wie die Elektronik, die Computer-,
IT- und Lasertechnologie, andererseits überraschenderweise
alte, ja antike Medizinsysteme wie die Traditionelle
Chinesische Medizin (TCM) oder die Homöopathie. Man darf dies
keinesfalls als historisierende Rückwendung ansehen, im
Gegenteil: Aus den alten Medizinsystemen wurden die
Kernbereiche aus dem kulturell-historischen Zusammenhang
gelöst, wurden dadurch erst für andere Disziplinen
reaktionsfähig und gewannen so Aktualität und lebendige
Präsenz.
So kam es zu der Situation, dass beispielsweise bei der TCM
und der Homöopathie beide Medizinsysteme weiterhin in alter
Form praktiziert wurden, andererseits die Energetik der TCM
und die medizinische Anwendung des Resonanzprinzips in der
Homöopathie als deren Essenz gleichzeitig in der Energy
Medicine in neuer Form auftauchten.
Verständlicherweise führte dieses Nebeneinander zu
Irritationen zwischen den Anwendern: Als Mitte der neunziger
Jahre des vorigen Jahrhunderts die Meridian-Messgeräte aus
Russland auf den deutschen Markt kamen, stießen sie in den
ersten Jahren auf den Widerstand der TCM-Praktiker. Diese
konnten und wollten nicht glauben, dass ihre in jahrelanger
Ausbildung und Übung erworbenen Fähigkeiten durch einfache
Messgeräte ersetzt werden könnten; die anfängliche Euphorie
der Anwender ist mittlerweile einer realistischen Betrachtung
gewichen.
Bei vielen Vertretern klassischer komplementärmedizinischer
Verfahren beobachtet man immer wieder eine emotional gefärbte
Ablehnung aller physikalischen Erklärungen – vor allem gerade
auch derjenigen medizinischen Phänomene, die ihre eigene
Medizin in den Augen der konventionellen Wissenschaft selbst
unglaubwürdig erscheinen lassen.
In den letzten Jahrzehnten zeigte sich, dass die schnelle
Entwicklung der Technik für die Energy Medicine eine doppelte
Funktion hatte. Einerseits erlaubte sie es, wie oben gezeigt,
die Möglichkeiten der alten Medizin in bisher ungeahnter
Weise zu nutzen, andererseits brachte sie selbst neue
medizinisch nutzbare Technologien hervor wie z.B. die
Computer- oder Lasertechnologie.
Zu diesen beiden Komponenten der Energy Medicine, den alten
Medizinsystemen und den neuen Technologien, kam nun noch eine
dritte Komponente dazu: die neuen Wissenschaftstheorien wie
z.B. die Biophotonentheorie, die Skalarwellentheorie oder
global scaling (siehe unten). Damit waren drei miteinander
hoch reagible Komponenten beisammen: Die alten Systeme und
die neuen Wissenschaftstheorien lieferten das theoretische
Gerüst und die Inhalte, die Technologie ermöglichte die
Umsetzung. Die Reaktionsprodukte nehmen wir heute als schnell
wachsenden technisch-wissenschaftlichen Komplex der Energy
Medicine wahr.
Energy Medicine – ein
Sammelbegriff
Nun ist es keineswegs so, dass der Begriff Energy Medicine
ausschließlich mit dem hier besprochenen
technisch-wissenschaftlichen Komplex gleichzusetzen ist. Wie
bereits ausgeführt, ist die Bandbreite des Sammelbegriffes
Energy Medicine so groß, dass es notwendig erscheint, dessen
Fülle sinnvoll zu strukturieren. So hat es sich bewährt,
Energy Medicine in drei große Komplexe aufzuteilen:
• den Komplex der Körpertechniken,
• der Mentaltechniken
• und den derzeit zentralen technisch-wissenschaftlichen
Komplex.
Einteilungen dieser Art haben immer den Charakter des
Artifiziellen und Erzwungenen und könnten mit gleicher
Berechtigung auch durchaus anders vorgenommen werden. So
unterteilt z.B. das US-amerikanische National Institute of
Health auf seiner Website in einem Artikel über Energy
Medicine diese aufgrund von zwei unterschiedlich bezeichneten
Energieformen, mit denen sie umgeht, nämlich eine „veritable“
(verifizierbare) und eine „putative“ (vermutete) Energieform.
Die von uns gewählte Unterteilung hat dagegen ausschließlich
pragmatische Gründe, da wir eine den Gruppen entsprechende
Schwerpunktbildung sowohl bei den Interessenten und
Patienten, als auch bei den Anwendern und auf dem Gerätemarkt
beobachten können. Keinesfalls folgen wir damit jedoch dem
alten reduktionistischen Ansatz, den Gesamtkomplex scharf in
unterschiedliche Teilbereiche aufzutrennen.
Das Gegenteil ist der Fall: Gerade das energiemedizinische
Verständnis und die Praxis zeigen mit aller Klarheit, dass
die drei Komplexe zusammenhängen, dass sie ohne Grenzen
ineinander übergehen und wirklich nur pragmatisch nutzbare
Schwerpunkte eines eigentlich unteilbaren Ganzen darstellen.
Wollte man dieses Ganze nur als Energy Medicine bezeichnen,
hätte man wieder zu kurz gegriffen: Auch Energy Medicine ist
nur Teil eines Größeren, nämlich der Medizin insgesamt und
diese wiederum Teil von etwas, das man im weitesten Sinne als
Heiltätigkeit bezeichnen könnte und das somit weit über die
von uns so verstandene Medizin hinausreicht.
Eine Brücke zur konventionellen
Medizin?
Der Komplex der energiemedizinischen Körpertechniken ist
mittlerweile fast unüberschaubar geworden. Die meisten dieser
Techniken sind in der komplementärmedizinischen
Öffentlichkeit durch die Aktivitäten ihrer Protagonisten und
durch Medienpräsenz aller Art bekannt. Aus der Vielzahl seien
hier nur beispielhaft Reiki, Rolfing und die
Polarity-Therapie genannt. Alle diese Körpertechniken nutzen
energiemedizinische Effekte in Verbindung mit Feldphänomenen
und unter Beteiligung der Matrix – der von James Oschman als
living matrix bezeichneten zentralen Regulationsstruktur des
Körpers, dem Bindegewebe. Dieser Komplex von Energy Medicine
ist erfreulicherweise bereits recht bekannt und muss hier
nicht weiter besprochen werden.
Dieser Artikel befasst sich deshalb nahezu ausschließlich mit
dem technisch-wissenschaftlichen Komplex, der derzeit die
vorherrschende Richtung von Energy Medicine ausmacht. Dies
ist der Bereich, der einerseits bisher im ärztlichen Bereich
am wenigsten bekannt ist und von dem man andererseits
erwarten darf, dass er aufgrund seiner
biophysikalisch-wissenschaftlichen Basis in naher Zukunft
zumindest teilweise die Brücke zur konventionellen Medizin
schlagen könnte.
Andererseits ist es durchaus vorstellbar, ja geradezu
wünschenswert, dass die beiden anderen Komplexe der Körper-
und Mentaltechniken erheblich an Bedeutung gewinnen und den
technisch-wissenschaftlichen Komplex zurückdrängen. Bei aller
Faszination durch die neuen apparativen Möglichkeiten der
Energy Medicine sehen wir diese als technische Hilfsmittel,
als Krücken, die man nach Gebrauch zur Seite legt. Wirklich
integrative Medizinsysteme wie das von Dietrich Klinghardt
oder das Body-Talk-System von John Veltheim nutzen alle
Aspekte der Energy Medicine, gehen darüber hinaus und stoßen
dadurch bereits jetzt auf ein weltweites Interesse [7, 25].
Fehlende Anerkennung von
Eigenständigkeit und Wissenschaftlichkeit
Energy Medicine wurde bis vor kurzem nicht als eigenständiges
Medizinsystem wahrgenommen, sondern allenfalls als Randgebiet
der als unwissenschaftlich angesehenen Komplementärmedizin,
und damit wie diese abgelehnt. Erstmals erschien im Sommer
2005 als Ergebnis mehrerer Hearings auf der offiziellen
Website des US-Gesundheitsministeriums eine Definition und
Besprechung von Energy Medicine, die jedoch weder der Breite
noch der Tiefe dieser Medizinsparte gerecht wurde [30].
In Deutschland sucht man den Begriff Energy Medicine oder
auch Energiemedizin bisher sowohl in der medizinischen
Literatur wie in behördlichen Schriftsätzen vergebens,
bedauerlicherweise auch bei der Vergabe von Förder- und
Forschungsgeldern. Einige Zahlen werfen ein bezeichnendes
Licht auf die geradezu absurde Schieflage der staatlichen
Förderungssituation: Für die Entwicklung eines neuen
Medikaments muss die pharmazeutische Industrie ca. 1
Milliarde Euro aufbringen.
Deutschland hat sich allein beim Bau des weltgrößten
Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) im Genfer
Euro-Forschungslabor CERN mit 600 Millionen Euro beteiligt
(laut CERN-Information wird dabei vornehmlich nach einem
geheimnisvollen Teilchen namens Higgs-Boson geforscht. Seine
Existenz könnte das Phänomen von Masse und Gewicht besser
erklären).
In den USA werden jährlich vom National Center for
Complementary and Alternative Medicine am National Institute
of Health (NIH) über 150 Millionen Dollar für
Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.
Im Bereich der Komplementärmedizin wurden vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lediglich
in den 90er-Jahren zwei Großprojektförderungen mit einer
Fördersumme von einigen Millionen DM durchgeführt (UMR =
Unkonventionelle Medizinische Richtungen und UMK =
Unkonventionelle Medizinische Krebstherapien), bei denen es
sich teilweise nur um Bestandsaufnahmen handelte. Weitere
Themen waren Phytotherapie und Akupunktur.
Energiemedizinische Themen waren nicht darunter.
Die Carstens-Stiftung als größter deutscher Förderer der
Komplementärmedizin verfügt über ein Gesamt-Jahresbudget von
1,5 Millionen Euro. Auf einen weiteren heiklen Aspekt von
energiemedizinischer Forschung, die sich unweigerlich auch
mit dem Problem der elektromagnetischen
Umweltverträglichkeit, hier insbesondere der Problematik des
Mobilfunks auseinandersetzen muss, verweist Herbert Schwabl
in einem Editorial in der Zeitschrift „Forschende
Komplementärmedizin und Klassische Naturheilkunde“:
„Dass dieses Denken auch politische Dimensionen hat, wurde
letzthin wieder deutlich, als die von der Europäischen Union
gestartete Studie zur biologischen Wirkung schwacher
elektromagnetischer Felder, REFLEX (Risk Evaluation of
Potenzial Environmental Hazards from Low Energy
Electro-magnetic Field Exposure Using Sensitive in vitro
Methods) praktisch kommentarlos schubladisiert wurde“ [23].
Die solide naturwissenschaftliche Basis der Energy Medicine,
die in den letzten Jahren von James Oschman weltweit und von
Marco Bischof im deutschsprachigen Raum aufgezeigt wurde, hat
die Lehrmedizin bisher nicht erreicht [2, 4, 15, 16]. Dies
hat verschiedene Gründe, die hier kurz angeschnitten werden
sollen:
So steht zum Beispiel das Lehr- und Vorstellungsgebäude der
konventionellen Medizin auf einigen
wissenschaftstheoretischen Säulen, die im Lichte der neuen
und neuesten Erkenntnisse nicht mehr haltbar sind bzw. sich
bereits völlig aufgelöst haben. Andererseits finden sich in
den Denkinhalten der Energy Medicine Vorstellungen, die einer
orthodoxen Medizin fremd und suspekt erscheinen:
Bisher wurde zum Beispiel ein Möbiusband, das aufgrund seiner
gewendelten Form nur eine einzige Oberfläche aufweist,
allenfalls als Kuriosum betrachtet; dass das Strukturprinzip
des Möbiusbandes aber den Kern eines
Skalarwellen-Therapiegerätes darstellen kann, erscheint
befremdend. Gleiches gilt für die Tatsache, dass die so
genannte Fibonacci-Zahlenreihe nicht nur eine mathematische
Spielerei, sondern gleichzeitig ein strukturelles
Organisationsprinzip von Biosystemen verkörpert. Es gibt
viele ähnliche Beispiele – und es kommt noch schlimmer: In
der Energy Medicine finden sich Inhalte, die kaum noch von
esoterischen Vorstellungen abzugrenzen sind. So ist bekannt,
• dass sich die Russen bei der Entwicklung der so
genannten Nicht Linearen Systeme (NLS) auf Querverbindungen
zur Kosmologie, Kristallografie und Philosophie beziehen,
• dass die von ihnen eingesetzten Scan-Algorithmen zum
Teil auf den Prinzipen des goldenen Schnittes und der so
genannten „heiligen Geometrie“ beruhen,
• dass messbare geopathische Belastungen offenbar
wirklich auf die Existenz von Erdstrahlen hinweisen.
Als Höhepunkt dieser Entwicklung scheint sogar die seit
Jahrhunderten als überwunden geglaubte Teleologie wieder
Auferstehung zu feiern [17, 22]. In den Augen der
konventionellen Wissenschaft und des daranhängenden
medizinischen, wirtschaftlichen und politischen
Verwaltungskomplexes hat sich die Energy Medicine damit so
weit von der akzeptierten Wissenschaftsbasis entfernt, dass
eine Verständigung derzeit nicht möglich erscheint.
Energy Medicine und
Biophysik
Das so irritierende Gedankengebäude der Energy Medicine ist
nun keinesfalls wissenschaftsfern, sondern findet seine
Verknüpfung mit den anerkannten Wissensbereichen zwar nicht
wie die konventionelle Medizin über die Biochemie, aber doch
über die Biophysik. Die Wikipedia-Definition bestätigt diese
als naturwissenschaftliche Basis von Energy Medicine:
Die Biophysik ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die
zum einen versucht, Prozesse in biologischen Systemen mit
Hilfe der Gesetze der Physik […] und deren Messmethoden zu
untersuchen und zu beschreiben, zum anderen sich aber auch
mit der gezielten Neu- und Weiterentwicklung physikalischer
Methoden zur Untersuchung biologischer Prozesse beschäftigt.
Fragestellungen und Probleme ergeben sich neben der Biologie
auch aus der medizinischen Forschung und Anwendung.
Biophysikalische Forschung erfordert somit die enge
Zusammenarbeit von Wissenschaftlern der Disziplinen Physik,
Biologie, Chemie, Medizin und deren Grenzwissenschaften.
[vgl. 28]
Erfährt man zudem noch bei Wikipedia, dass derzeit zwar an
den meisten deutschen Universitäten Biophysik noch nicht als
eigenständiges Studienfach existiert, dass aber bereits zehn
Institute und Arbeitsgruppen für Biophysik in Deutschland
existieren und dass deutsche und österreichische
Universitäten mittlerweile neun Diplom-, Master- und
Bachelor-Studiengänge in Biophysik anbieten, so könnte man
meinen, dass Energy Medicine endlich eine breite, universitär
akzeptierte Forschungs- und Lehrbasis erhalten hat. Leider
ist dem nicht so.
Ein Blick auf die bei Wikipedia angeführten dreizehn
Teilgebiete der Biophysik zeigt, dass fast alle auf Themen
der konventionellen Naturwissenschaft oder Medizin fokussiert
sind und sich nur wenige mit den Bereichen zu befassen
scheinen, die in der Energy Medicine von Bedeutung sind. Zu
diesen wenigen gehören vor allem Elektrophysiologie,
Bioinformatik, Theoretische Biophysik,
Systemneurowissenschaften sowie Biophotonik und Bioenergetik,
wobei letzterer Begriff nichts mit der in der
Komplementärmedizin so bezeichneten „Energetik“ zu tun hat,
sondern lediglich mit der Thermodynamik von
Stoffwechselvorgängen. Man stellt also mit Bedauern fest,
dass zwar konventionelle medizinisch-biophysikalische
Forschung betrieben wird, dass aber eine biophysikalische
Forschung, zielgerichtet auf die Anwendung in der Energy
Medicine, mit wenigen Ausnahmen wie der Biophotonik und der
theoretischen Biophysik nicht existiert und Energy Medicine
sich ihre wissenschaftliche Basis aus den einzelnen
Teilgebieten selbst zusammensuchen muss.
Diese akademische Degradierung bzw. Negierung ist Folge der
im Weiteren aufgeführten paradigmatischen Unverträglichkeit
von konventioneller Medizin und Energy Medicine sowie der
Tatsache, dass bei der aktuellen Interessenlage natürlich
keine energiemedizinisch verwertbare Forschung finanziert
wird. Allerdings lässt sich eine solche Abschottung nicht
dauerhaft etablieren; Forschungsergebnisse diffundieren in
das wissenschaftliche Grundgerüst von Energy Medicine hinein
oder lassen sich nur von dort aus sinnvoll deuten. Das
Ergebnis ist eine ständig wachsende wissenschaftliche Basis
von Energy Medicine.
Ebenfalls laut Wikipedia sind die wichtigsten Grundlagen der
Biophysik die Gesetze der klassischen Mechanik, der
Thermodynamik, Elektrodynamik und Quantenmechanik;
Überschneidungen sieht man mit den Disziplinen Biologie,
Informatik, Chemie, Biochemie und physikalische Chemie,
Medizin, Medizintechnik und deren Grenzwissenschaften. Wie
wir anfangs gesehen haben, ist Biophysik nun keineswegs die
einzige Basiswissenschaft von Energy Medicine: Über die
genannten Disziplinen hinaus erstreckt sich Energy Medicine
in einen weiteren höchst wichtigen und bedeutsamen Bereich,
den des Bewusstseins.
Lückenschluss zwischen Physik
und Bewusstsein
Betrachtet man die hier zum Teil sehr unterschiedlichen
Komponenten und Verfahren, die ebenfalls unter dem Begriff
Energy Medicine zusammengefasst werden, so ist es kaum
möglich, sie einer einzigen Wissenschaftsdisziplin wie
Psychologie, Psychiatrie oder den Neurowissenschaften
zuzuordnen. Bewusstseinstechnologie – mind technology – ist
die wohl am ehesten zutreffende Bezeichnung für eine Reihe
von medizinisch einsetzbaren mind machines, z.B. zur
Frequenzstimulation oder Hemisphärensynchronisation, für
Neurobiofeedback sowie Audiovisuelle und
Neuroakustik-Systeme, für Isolationstanks bis hin zu neuesten
skalarwellenbasierten Psychotherapiehilfen. Noch weit größer
ist die Zahl der von uns als Mental-Technik bezeichneten
nicht apparativen Bewusstseinstechnologien, von der
Holotropen Atemarbeit, Silva mind, EMDR (Eye Movement
Desensitization and Reprocessing) bis hin zur
Psycho-Kinesiologie.
Zwar scheint noch eine Lücke zwischen dem biophysikalisch
untermauerten Mainstream der Energy Medicine und ihrem
„Psycho-Randgebiet“ zu klaffen, aber bei genauem Hinsehen
zeigt sich diese Lücke bereits als geschlossen. Mit der
Quantentheorie ist das Bewusstsein nämlich als reale Größe
(möglicherweise als alleinige Realität) in der Physik
aufgetaucht. Bereits jetzt berufen sich die Entwickler der
neuesten quantenmedizinischen Systeme auf
Forschungsergebnisse der „psychophysics, quantum entropy
logic and parapsychology“ [14].
Schon immer wurde in der „Szene“ der Energy Medicine (meist
hinter der Hand) gemunkelt, dass die so genannten
energetischen Diagnosegeräte nur elektronische Messfühler des
messenden Arztes seien. Man wollte es dann doch nicht so
recht glauben, dass die Messungen mehr von der Psyche des
messenden Arztes als von der High-tech-Elektronik abhängen,
obwohl z.B. auch bei einem so rein physikalisch erscheinenden
Diagnoseverfahren wie der Elektroakupunktur nach Voll (EAV)
immer wieder besonders begabte Diagnostiker angaben, die
Werte bereits vorher erspürt zu haben.
Aus dem gleichen Grund erschien die Radionik als zunächst
elektronischer, später dann als purer Vodoo-Zauber. Hier
zeigte sich nämlich im Laufe der jahrzehntelangen
Entwicklung, dass bei den anfangs mit Elektrizität
betriebenen Geräten das Kernmodul auch dann funktionierte,
wenn man den Stromanschluss wegließ. Und es funktionierte
selbst dann noch, als man auf den ganzen Apparat verzichtete
und nur noch mit einer Zeichnung arbeitete! Als man dann noch
einen Schritt weiterging und nur noch mental mit der
Imagination eines Gerätes erfolgreich arbeitete, hatte man
die Physik, die Elektronik transzendiert zur Intention, zum
Bewusstsein. Damit zeigte sich die Lücke zwischen Physik und
Bewusstsein geschlossen. Es verwundert deshalb kaum noch,
wenn das Blockschaltbild eines NLS-Systems die direkte
elektronische Ankopplung des Untersuchers an den Patienten
zeigt und ein Modul des Gerätes den Zweck hat, die
Wahrnehmungsfähigkeit des Untersuchers zu verbessern [29].
Hier ist durch die Quantenmedizin offenbar geworden, was die
Quantentheorie sagt und was eigentlich schon immer galt: Der
Arzt ist nicht (mehr) Beobachter, sondern Teilnehmer.
Das neue Integrale
Medizinmodell
Paradigmenwechsel ist ein mittlerweile recht abgegriffener,
häufig missbrauchter und in kleiner Münze verwendeter
Begriff, dessen Verwendung wegen seiner Bedeutung hier jedoch
unumgänglich erscheint. Das neue Paradigma heißt
Ganzheitlichkeit und seine konsequente Umsetzung ist ein
Spezifikum der Energy Medicine – mit unabsehbaren Folgen für
die Gesamtmedizin.
Was steckt nun hinter dieser Aussage? Es ist der Einbruch der
neuen Wissenschaftstheorien in die Medizin mit all seinen
Folgen und die daraus resultierende Ablösung des alten
medizinischen Paradigmas, des Biomedizinischen Modells.
Obwohl man auch am Rande der konventionellen Medizin durchaus
ein vorsichtiges Umdenken beobachten kann, sind es doch im
Wesentlichen die folgenden Einzeltheorien, auf die sich das
Biomedizinische Modell stützt:
Reduktionismus
Diesem liegt die Vorstellung zugrunde, dass der Zustand des
Ganzen von seinen Teilen, der Zustand des Systems von seinen
Subsystemen bestimmt wird und dass sich somit medizinische
Ereignisse bis auf die Molekularebene hinunterprojizieren
lassen.
Zufälligkeit
Der Organismus entspricht mit seinen 37 Grad Körpertemperatur
einem Wärmebad nahe dem thermischen Gleichgewicht. Die
biologischen Wechselwirkungen sind somit Folge ungeordneter
Molekülbewegungen einerseits sowie zufälliger Kontakte
andererseits. Stochastik und Chaotik stellen sich als
wesentliche biologische Organisationsprinzipien dar.
Lokalisierbarkeit
Biologische Wirksamkeit ist gebunden an einen materiellen
Kontakt („corpora non agunt nisi fixata“). Einfache
Anfangsmodelle wie die Rezeptortheorie von Paul Ehrlich
wurden ersetzt durch Modelle nach Alfred J. Clark (Substanz
und Rezeptor sind wie Schlüssel und Schloss) und William
Paton (nicht nur das Zusammenpassen ist wichtig, sondern auch
die Zahl der Kontakte). Linus Pauling fasste zusammen:
1. Biologische Systeme sind kombinierte Netzwerke von
lokalisierten Funktionseinheiten.
2. Jede Krankheit ist auf ein krankes Molekül zurückzuführen.
3. Störungen sind Defekte von Basisteilen.
Monokausalität
Die Reduzierung auf eine einzige Ursache erlaubt es den
Output zu berechnen, wenn Input und Funktionsgesetze bekannt
sind. Die Begründung findet sich in den Gesetzen der
klassischen Mechanik.
Morphologie
Nur die sinnlich wahrnehmbaren oder im akzeptieren Rahmen
chemisch-physikalisch erfassbaren Veränderungen des Körpers
sind Objekt einer somatischen Medizin, der eine Medizin der
Psyche scharf abgegrenzt gegenübersteht.
Es sind nun vor allem die folgenden Wissenschaftstheorien
oder -komplexe, die entscheidend zum Entstehen einer neuen
Physik und damit auch Biophysik beigetragen haben. Nicht
durch einfache Summation der Erkenntnisse dieser einzelnen
Theorien, sondern durch ihre Reaktion miteinander entstand
emergent ein neues, größeres, umfassenderes Ganzes, das hier
als Integrales Medizinmodell bezeichnet werden soll:
Elektromagnetische Feldtheorie
Holografie
Laser
Dissipative Strukturen
Chaostheorie
Quantentheorie
Skalarwellentheorie
Global Scaling
Biophotonentheorie.
Die genannten Wissenschaftstheorien haben nur einen
geringfügigen Eingang in die orthodoxe Medizin gefunden, am
ehesten noch die elektromagnetische Feldtheorie mit den
spärlichen, meist nur diagnostischen Anwendungen in Form von
EKG, EEG usw. oder der ausschließlich mechanische Aspekt der
Lasertechnologie. Demgegenüber stellen diese
Wissenschaftstheorien den übergeordneten Erkenntnisrahmen und
die theoretische wie praktische Wissenschaftsbasis der Energy
Medicine dar, denn alle genannten Wissenschaftstheorien
finden ihre technische Umsetzung in den energiemedizinischen
Geräten. Nur Energy Medicine realisiert die praktischen
Anwendungsmöglichkeiten, die sich aus dem konsequenten
Einsatz in der Medizin ergeben, die völlig neue medizinische
Horizonte eröffnen und damit den Patienten neue Hilfs- und
Heilungsmöglichkeiten bieten.
Elektromagnetische
Feldtheorie
Damit findet zum Beispiel eine so genannte energetische
Diagnostik eben nicht durch Bestimmung biochemischer
Parameter, sondern auf elektrischem Wege statt. Bei den
verschiedenen Verfahren der Elektropunktdiagnostik wie
beispielsweise der EAV und ihrer Tochtersysteme werden
elektromagnetische Regelsignale abgegriffen, die im
Organismus an bestimmte Strukturen gebunden sind und im
Meridiansystem als Solitonen fortgeleitet werden.
Elektromagnetische Schwingungen wurden neben den bekannten
Informationswegen im Organismus (Blutweg, Nervenleitung) als
weiterer Informationstransfer entdeckt und werden
energiemedizinisch als diagnostischer wie auch
therapeutischer Informationsweg in den Geräten genutzt [1,
11]. Damit wird ein Funktionsprinzip der Natur umgesetzt:
Biologische Systeme sind bekanntermaßen extrem empfindlich
für den Empfang ultrafeiner elektromagnetischer Signale (in
Abhängigkeit von deren Kohärenz und Frequenz) und
funktionieren somit als Signalwandler. Bekannt sind
unglaubliche Rezeptorfähigkeiten von Tieren, die minimale
Schwankungen unterschiedlicher Felder und Signale unterhalb
der Rauschschwelle wahrnehmen können.
Holografie
Auch die Holografie, das System einer optischen
dreidimensionalen Reproduktion durch Kodierung kohärenten
Lichtes und Dekodierung der Interferenzphänomene weist
Besonderheiten auf, die sie zur Erklärung vieler Phänomene
unentbehrlich macht. Dazu gehört insbesondere das Faktum,
dass die gesamte Information des holografischen Feldes in
jedem einzelnen Punkt gespeichert ist, sowie auch die extrem
hohe Speicherdichte. Karl Pribrams holografisches Modell der
Gedächtnisfunktion erklärt die erstaunliche Tatsache, dass
gespeicherte Informationen über das ganze Gehirn verteilt
sind. Auch Saxton Burrs L-Feld zeigt das holografische
Organisationsmuster biologischer Systeme. Vermutlich liest
das Gehirn aus dem Biophotonenfeld Informationen heraus,
indem durch eine Fourier-Analyse die Frequenzen im Hologramm
in Nervenimpulse umgewandelt werden.
Laser
Weiterhin hat der therapeutische Einsatz eines Softlasers in
der Energy Medicine nicht etwa eine Veränderung materieller
Strukturen zum Ziel, sondern überträgt Informationen in das
kohärente Biophotonenfeld des Körpers, um
Selbstheilungsprozesse zu induzieren. Im Organismus hat das
Laserphänomen eine höchst wichtige Aufgabe, nämlich die
Steuerung von Reaktionen an der Laserschwelle, einer
alternativen exponentiellen Regulationsmöglichkeit durch
Nicht-Gleichgewichts-Phasenübergänge.
Liegen in einem Material gerade erfüllte Laserbedingungen vor
(gleich viele angeregte Bahnen vorhanden wie Grundbahnen), so
kann über eine Zunahme der angeregten Elektronen eine
Verstärkung von kohärentem Laserlicht eintreten, bei Abnahme
der Zahl der angeregten Elektronen findet dagegen eine
Absorption statt. Im ersten Fall entsteht Ordnung, im zweiten
Fall Wärme, das heißt Chaos. Der Organismus ist somit in der
Lage, Steuerungssignale entweder zu absorbieren oder
durchlaufen zu lassen. Er erhält damit eine dynamische
Stabilität fernab vom thermischen Gleichgewicht, wobei die
Phasenübergänge an der Laserschwelle als
Nicht-Gleichgewichts-Phasenübergänge, also als dissipative
Strukturen angesehen werden müssen.
Dissipative Strukturen,
Ungleichgewichtssysteme
Es handelt sich dabei um offene Systeme, die nach Zufuhr
geeigneter (nicht chaotischer) Energie hochgradig spezifische
Ordnungsmuster annehmen können. Durch die Energiezufuhr kommt
es zur Ausbildung raumzeitlicher Korrelationen
(Strukturierungen, Fluktuationen), nach Energieabgabe erfolgt
ein irreversibler Kollaps der dissipativen Strukturen. Die
Systeme sind somit Energie verbrauchend, irreversibel und
autokatalytisch. (Prigogyne: „Nicht-Gleichgewicht kann eine
Quelle für Ordnung werden und irreversible Prozesse können zu
einer neuen Art dynamischer Zustände der Materie führen“
[20]). Problematisch erscheint der deterministische Charakter
einerseits, die Zufallsfluktuationen an den Bifurkationen
andererseits und somit die zufallsabhängige
Entwicklungsrichtung des Systems.
In der Energy Medicine werden vor allem Oszillationen und
biorhythmische Fluktuationen auf dissipative Strukturen
zurückgeführt, z.B. die Atmung, der Herzschlag, Tag- und
Nachtrhythmus etc.
Chaostheorie
Auch die Chaostheorie hat ihren Platz im Integralen
Medizinmodell, denn die interaktive Rückkopplung hat große
Auswirkungen auf biologische Systeme: Durch minimale
Abweichungen kommt es zu einer maximalen Aufschaukelung und
damit zu einer sensitiven Abhängigkeit von den
Anfangsbedingungen. Die induzierte Lernfähigkeit stört dabei
die Reproduzierbarkeit, es besteht somit nur eine
eingeschränkte Prognostizierbarkeit von Prozessverläufen. Die
„makroskopische Unschärferelation“ ist daher als
wesensimmanent und nicht als Artefakt anzusehen.
Das Paradoxon des deterministischen Chaos weist darauf hin,
dass eine versteckte Ordnung im Chaos existiert und ein
verstecktes Chaos in der Ordnung. Dabei kann jedes System bei
zunehmender Komplexität in Chaos übergehen. Der bisherige
Determinismus wird ersetzt durch neue Möglichkeiten des
Umgangs mit Fraktalen und Attraktoren, wobei Organismen aller
Art als Fraktale anzusehen sind [20].
In der Energy Medicine prägt die Chaostheorie das Verständnis
des Übergangsverhaltens von Systemen. So wird zum Beispiel
die Tumorkrankheit als Verlust der negativen Rückkopplung
angesehen mit einer Chaosentwicklung des gesamten Organismus.
Die neuronalen Netze des Gehirns arbeiten im
deterministischen Chaos, bei Fehlsteuerungen entstehen
Krampfpotenziale. Ähnliche Verhältnisse liegen am Herzen vor:
Kommt es zur Verselbstständigung der chaotischen Anteile des
Herzrhythmus, so treten Herzrhythmusstörungen bis hin zum
Kammerflimmern auf. Die präfinale Starre im EKG ist ein
Hinweis auf das Fehlen der chaotischen Anteile. Biosysteme
werden durch eine Vielzahl von verknüpften Attraktoren
grundsätzlich nicht linear gesteuert. Die hohe Sensibilität
und Sensitivität ist dabei bedingt durch
Nicht-Gleichgewichtsphasenübergänge, durch deterministisches
Chaos und dissipative Strukturen.
Quantentheorie
Die Quantentheorie hat wie wenige andere Theorien tief
greifende Änderungen unseres Weltbildes bewirkt [26]. Sie
beeinflusst einerseits in mehr übergeordneter und allgemeiner
Form das neue Integrale Medizinmodell. Andererseits hat sie
innerhalb der Energy Medicine eine eigene „Unterabteilung“,
eben die so genannte Quantenmedizin entstehen lassen.
Die einzelnen Erkenntnisschritte, wie zum Beispiel die im
Einstein-Podolski-Rosen-Experiment nachgewiesene
Nicht-Lokalisierbarkeit oder das Quantenprinzip der
vernetzten Interaktionen zwischen den Teilchen im
Doppelspalt-Experiment, führen zur Umstrukturierung
vertrauter Vorstellungen. So hat beispielsweise eine Ursache
nicht mehr bestimmte Wirkungen zur Folge, sondern sie
eröffnet ein bestimmtes Feld von möglichen Wirkungen mit
determinierter Wahrscheinlichkeit. Der Zusammenhang zwischen
Ursache und Wirkung ist nur statistisch und die gewohnte
makroskopische Kausalität ist als Grenzfall anzusehen.
Die Art der Betrachtung bestimmt das Verhalten der Quanten,
die Doppelnatur von Materie und Strahlung in Form von Wellen
und Korpuskeln ist somit Folge des Messansatzes. Es besteht
eine direkte Einwirkungsmöglichkeit des Bewusstseins auf
Quantenebene. Da das kollektive Bewusstseinsfeld der so
genannten „Teilnehmer“ nicht zielgerichtet und kohärent ist,
entsteht eine scheinbar zufällige Quantenwahrscheinlichkeit
(Sarfatti: Alle bewussten Systeme tragen inkohärent zum
gesamten nicht lokalisierten Quantenpotenzial bei).
Die hier aufgeführten „klassischen“ quantentheoretischen
Vorstellungen über Bewusstsein haben bis heute nichts an
Aktualität eingebüßt. So wird von dem Quantentheoretiker
Henry Stapp weiterhin Bewusstsein auf den „Kollaps der
Wellenfunktion“ zurückgeführt und Fritz-Albert Popp als
Mitglied des International Consciousness Research Laboratory
(ICRL) der Princeton-University (USA) beschreibt „Realität
als Einheit eines durch Anregung des Vakuumzustandes beliebig
dynamisierbaren Teils des allumfassenden
Bewusstseinszustandes“ [19].
Die Auswirkungen der Quantenmechanik auf die Medizin sind,
wie oben gesagt, grundsätzlich, da die Quantentheorie auch im
organischen und psychischen Bereich Gültigkeit hat (C. F. von
Weizäcker, H.-P. Dürr). Die Medizin kann sich nicht der
Quantenmechanik entziehen, Lebewesen sind extreme
Quantenobjekte [24]. Der indeterminierte zufällige
Prozessablauf auf Quantenebene ist die Voraussetzung der
Einwirkung von Bewusstsein auf Materie, somit ein
Erklärungsmodell für alle rein mentalen Therapiesysteme.
Skalarwellentheorie
Die Theorie der Skalarfelder, Vakuumenergie,
Nullpunktenergie, Subquantenfeld etc. stellt das neue Konzept
der alten vitalistischen Vorstellung einer alles verbindenden
Raumenergie dar. Ein System von Kräften, deren Resultante
gleich Null ist, hat trotzdem potenzielle Energie und eine
innere Strukturdynamik. Es entsteht dabei ein gasförmiges
Kontinuum aus fluktuierenden virtuellen Teilchen, das als
Informationsfeld wirkt und alles bestimmt, was in die
physikalische Realität als vektorielle Energie oder Materie
eintritt.
Die Skalarfelder stehen mit dem Bewusstsein in
Wechselwirkung, Realität wird angesehen als ein durch
Anregung des Vakuumzustandes dynamisierter Teil des
allumfassenden Bewusstseinszustandes. Neue Theorien der
Gehirnforschung basieren auf dem Subquantenfeld, John C.
Eccles spricht bereits von einer „Quantenneurodynamik“. Die
schon seit Längerem in der Theorie bekannten Skalarfelder
mussten nach der Entdeckung des Casimir-Effektes und des
Aharonov-Bohm-Effektes als Realität erkannt werden.
Spektakuläre technische Erfindungen (Nikola Tesla) und neue
medizinische Anwendungsmöglichkeiten lassen ein riesiges
Potenzial an Möglichkeiten erahnen [3, 21]. In der Medizin
sind diese derzeit nur angedeutet: Eine im Aufbau begriffene
Vakuumtechnologie geht zumindest von der theoretischen
Möglichkeit aus, organisierte Signale für alle medizinischen
Zwecke konstruieren zu können. Hier findet sich auch eine
mögliche Erklärung für Medizinsysteme jenseits aller bisher
bekannten Wirkmodelle, zu denen zum Beispiel die Homöopathie,
vor allem aber die energiemedizinischen Methoden der (richtig
verstandenen) Bioresonanz, Radionik etc. gehören [12].
Global Scaling
Die Global-Scaling-Theorie besagt, dass Materie harmonisch im
energetisch niedrigsten Zustand (Vakuum) schwingt. Die
Ursache ist eine globale, stehende
Vakuum-Materiekompressionswelle, die als Longitudinalwelle
das Universum in allen Maßstäben in synchrone
Eigenschwingungen versetzt und ein kosmisches ultraschwaches
Hintergrundfeld bildet. Sie beeinflusst den Verlauf aller
Prozesse, indem sie Schwingungen bestimmter Frequenzen
resonanzverstärkt und andere unterdrückt. Deshalb hat jeder
Prozess einen inneren Rhythmus, der in Resonanz mit der so
genannten G-Welle steht. Auf diese Weise wirkt sie als
globale Zeitwelle, die in logarithmisch regelmäßigen
Zeitabständen, also skaleninvariant, die Ereignisdichte jedes
Prozesses komprimiert und wieder dekomprimiert.
Die Hintergrundwelle zwingt allen Prozessen ihre definierte
logarithmisch hyperbolisch fraktale Struktur auf. Die Grenzen
der attraktiven Abschnitte auf der logarithmischen Geraden
der Maßstäbe wiederholen sich regelmäßig; ihr Abstand
definiert die halbe Wellenlänge einer globalen stehenden
Vakuum-Kompressionswelle. Mit ihren Schwingungsbäuchen
verdrängt sie alle Manifestationen auf der logarithmischen
Geraden der Maßstäbe und konzentriert sie in ihren Knoten.
In der Kompressionsphase beim Übergang von einem Wellenbauch
zu einem Knoten entsteht bei Materie zum Beispiel eine
Fusionstendenz, in der Dekompressionsphase beim Übergang von
einem Knoten zu einem Wellenbauch eine Zerfallstendenz.
Dieser Prozess verursacht einen globalen logarithmisch
periodischen Strukturwechsel; komprimierte und dekomprimierte
Systeme dominieren abwechselnd auf der logarithmischen
Geraden der Maßstäbe [13].
Es zeigt sich, dass die Hintergrundwelle zentrales
Steuerungsereignis für Zeitstrukturen im Organismus ist,
beispielsweise für Puls-, Atem- und Hirnwellenfrequenzen,
aber auch für Temperatur, pH-Wert usw.
Die im Anfang befindliche medizinische Nutzung beschränkt
sich derzeit vor allem auf die diagnostische Analyse von
Körperfrequenzen, aber auch auf die Optimierung von
therapeutisch applizierten elektromagnetischen Frequenzen und
auf chronopharmakologische Interventionen.
Biophotonentheorie
Diese von Fritz-Albert Popp gewählte Bezeichnung soll
andeuten, dass es sich beim untersuchten Objekt um Photonen
aus lebenden Zellen handelt [18]. Sie werden freigesetzt
durch das Chromatin der Erbsubstanz im Zellkern, dessen
spiralförmiges DNS-Molekül durch rhythmische Kontraktionen
Licht abgeben und aufnehmen kann. Es ist Licht von sehr hoher
Kohärenz bzw. hohem Ordnungsgrad, somit biologisches
Laserlicht.
Die Felder aller Zellen sind verkoppelt im gemeinsamen
Biophotonenfeld, über das alle biochemischen Reaktionen
gesteuert werden. Aktivierungsphotonen bewirken dabei den für
die Reaktion der Moleküle erforderlichen angeregten Zustand.
Max Planck schrieb den Photonen die angeblich höchste
Bewusstheit aller Teilchen zu. Bereits Gottfried Wilhelm
Leibnitz und später auch Pasqual Jordan hatten im Licht wegen
seines „ Prinzips des geringsten Aufwands“, der
effizientesten Photonenkurven, einen bewusstseinsähnlichen
teleologischen Wesenszug erkannt. In dem kohärenten
Biophotonenfeld sieht man daher die Basis der Intelligenz der
Teilchen und ihrer Zusammenschlusstendenz. Hier findet sich
eine Schnittstelle zwischen virtuellen und aktuellen Feldern,
zwischen Biologie und Bewusstsein und eine Wechselwirkung mit
der Vakuumenergie.
In der Medizin wird sowohl die direkte
Biophotonen-Eigenstrahlung gemessen wie auch die induzierte
Emission. Biophotonenmessungen stellen sensible Indikatoren
dar für biologische Systeme, ermöglichen Therapiekontrollen
oder den Nachweis der immunologischen Reaktivität. Über die
Lichtspeicherfähigkeit kann eine Kontrolle der
Lebensmittelqualität erfolgen, aber auch die Prüfung von
Pflanzen, Umweltschäden etc. Insbesondere auch in der
biologischen Grundlagenforschung gewinnt die
Biophotonentheorie zunehmend an Bedeutung.
Dieser kurze Überblick zeigt, dass die neuen
Wissenschaftstheorien in der Energy Medicine einen
wesentlichen Teil des Verständnisrahmens liefern und bereits
medizinisch umgesetzt werden. Ein direkter Weg führt somit
von der Physik zur Biophysik, weiter zur Biologie und zuletzt
zur Medizin, von der Transzendenz zur Manifestation, und
damit zum Dienst am Menschen.
Was ist nun aus dem alten Paradigma des Biomedizinischen
Modells geworden, der wissenschaftlichen Basis der orthodoxen
Medizin? Schauen wir, was die neuen Wissenschaftstheorien zu
den oben genannten Einzelthemen, die in ihrer Gesamtheit das
Paradigma des Biomedizinischen Modells bilden, zu sagen
haben:
Reduktionismus
Nicht das Ganze ist durch seine Teile erklärbar, sondern das
Verhalten der Teile wird durch das Kollektiv bestimmt und
umgekehrt – was der Ausdruck einer primären Identität von
allem ist. Es herrscht eine holonome (gr.: ganzgesetzliche)
Prozesslogik vor, Autonomie und Integration gehen bei
modularem Aufbau der Funktionsketten eine Synthese ein.
Zufälligkeit
Hinter dem scheinbaren Chaos steht eine unfassbar diffizile
Regulation, die Intentionalität der diversen
Bewusstseinseinheiten strukturiert die Realität bereits auf
Quantenebene.
Lokalisierbarkeit
Biologische Informationsübertragung ist nicht nur durch
materiellen Kontakt möglich, sondern auch auf der Ebene aller
denkbaren physikalischen Kopplungen von Feldern aller Art.
Statt lokaler Wechselwirkungen liegt eine Feldwirkung vor.
Die Nicht-Lokalisierbarkeit ist elementares Prinzip der
Holografie.
Monokausalität
Die altvertraute makroskopische Kausalität ist nur ein
Grenzfall der statistischen Mikrowahrscheinlichkeit, statt
linearer Kausalität haben wir eine vernetzte oder zirkuläre
Kausalität mit Rückkopplung. Statt Determinismus (Welt als
Maschine) oder Indeterminismus (Welt als Zufall) stehen wir
vor einer Welt aus Organisationszuständen, die sich innerhalb
der Zeit aktualisieren. Einzelne „Krankheitsursachen“ sind
Grenzfälle einer allgemeinen systemdesintegrierenden
Situation.
Morphologie
Wesentlich ist die Ätiologie, nicht die Pathogenese. Die
Steuerung pathologischer Systeme erfolgt über verschiedene
Felder, die der medizinischen Wissenschaft derzeit noch nicht
oder nur teilweise zugänglich sind.
Ein Phasenübergang
Es ist offensichtlich, dass das alte Biomedizinische Modell
seine Gültigkeit verloren hat und durch das neue Integrale
Medizinmodell ersetzt werden muss. Dies ist ein nicht
ungewöhnlicher, jedoch traumatisierender Vorgang in der
Wissenschaft, der laut Thomas Kuhn phasenhaft abzulaufen
pflegt und der hier nicht genauer ausgeführt werden soll
[10]. Interessanterweise entspricht sein Ablauf exakt einem
analogen physikalischen Vorgang, nämlich dem Phasenübergang
mit den Stadien der langsamen Fluktuationen, des
Symmetriebruches, der kritischen Fluktuationen und der
Etablierung einer neuen Ordnung auf höherem Niveau [6].
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Torsion diagnostic system utilizing non-invasive biofeedback
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processing and telemetry unit.
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